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Von Hans-Peter Müller, Soziologe
Hans-Peter Müller, Soziologe

Wunder gibt es nur noch wenige – mit einer Ausnahme: dem «Bildungswunder». «Bildung, Bildung, Bildung» ist zur magischen Formel der Eliten aus Politik und Wirtschaft geworden, ja sie gilt als Allheilmittel für alle gesellschaftlichen Probleme. Sie ermöglicht wissenschaftlich-technischen Fortschritt und fördert Kreativität, Invention und Innovation; sie ist der Schlüssel für den Zugang zu einem anspruchsvoller werdenden Arbeitsmarkt; sie ist die beste Prävention gegen zu viel Sozialpolitik, ja Bildung ist die beste Sozialpolitik. Bildung eröffnet Mobilität und gilt daher als Ausweis einer «offenen Gesellschaft» (Popper). Das moderne Leben ist zu einem unaufhörlichen Bildungsprozess, in der OECD-Sprache: «lifelong learning», geworden, und die moderne Gesellschaft verlangt nach dem gebildeten Menschen. Man mache nur die Nagelprobe und frage sich, was einen wertvollen Menschen ausmacht. Zugespitzt könnte man sagen: Im Ancien Régime fing der Mensch beim Adligen an; im Wilhelminischen Kaiserreich beim (Reserve-)Offizier; heute beim «Doktor», mindestens aber beim Hochschulabsolventen.

Wovon man nie genug haben kann

Der «gute Mensch», wert- und würdevoll, ist heute der Homo academicus. Wer zur «guten Gesellschaft» gehören will, sollte eine akademische Qualifikation mitbringen, besser noch einen Doktortitel, wie der schwunghafte Titelhandel illustriert. In der «Superklasse», wie David Rothkopf die globale Machtelite nennt, verfügen 47 Prozent über einen Doktortitel. Was an der Spitze als «normal» gilt, wird für den Rest der Gesellschaft zur «Norm». Selbst ein Hausmeister braucht heute ein Curriculum Vitae. «Wer nachweislich nichts kann, gilt als nichts und wird auch nichts!» – so lautet das elementare (Über-)Lebensgesetz unserer heutigen Gesellschaften.

Woher rührt dieses «Bildungswunder»? Überalterung und demografische Krise, Fachkräftemangel und die optimale Ausschöpfung der Bildungsreserven – das sind sicher wichtige Gründe. Aber sie allein erklären noch nicht das «Bildungswunder» – die unerschöpfliche Nachfrage nach Bildung, die weder Grenzen des Wachstums noch Entzauberung zu kennen scheint. Bildung ist in der Tat für das Individuum wie für die Gesellschaft zentral, weil sie schon per se etwas Gutes, Wichtiges, Wertvolles und Distinktives signalisiert: etwas Gutes, denn Bildung ist ein Grundgut im Sinne von John Rawls. Von Grundgütern kann man nie genug haben. «Bildung ist nicht alles, aber ohne Bildung ist alles nichts» – so lautet die typische Figur eines Grundgutes. Grundgüter wie Gesundheit, Geld, Macht, Ehre und Prestige sind alternativlos, weil nicht substituierbar und unendlich begehrt, weil sie im Prinzip keiner Sättigungsgrenze unterliegen. Man kann immer noch etwas gesünder, reicher, berühmter und gebildeter sein. Zudem signalisiert Bildung etwas Wichtiges, ist sie doch die zentrale Ressource, «Humankapital» bei Gary Becker, «kulturelles Kapital» bei Pierre Bourdieu genannt, im gesellschaftlichen Lebens- und Existenzkampf. Im Prinzip gilt: Je höher der Bildungsabschluss, desto grösser ist der Anspruch auf eine privilegierte Stellung in der Hierarchie der Arbeitswelt. Je höher die Stelle in der Berufshierarchie, desto grösser fallen Einkommen («Geld), Sparpotenzial fürs Alter («Vorsorge»), sozialstaatlich abgesicherte Rentenansprüche, Macht («Herrschaft» und «Einfluss») und Prestige («Ehre») aus. Der Rest folgt (zumindest für die Männer) meist auf dem Fusse: Liebe («schöne Frauen»), Reproduktion («Familie mit vielen Kindern»), Statusgüter («prestigereiche Wohnsitze», «schnelle Autos», «grosse Segeljachten»), Kultur («edle Kunstwerke»). Das «Haben» (Geld, Besitz und Bildung) wird in «Sein» übersetzt, und schon gewinnt man die Leitfigur des gebildeten Menschen. Ferner ist Bildung etwas Wertvolles, denn sie markiert nicht nur eine zentrale Lebenschance, sondern prägt auch den Lebensstil eines Menschen.

Die Kehrseite des Wunders

Ohne Bildung wird man keine reife Persönlichkeit entwickeln, und ohne Persönlichkeit lässt sich keine unverwechselbare Ich-Identität gewinnen. «Bildung» in diesem Sinne ist Mittel und Mechanismus zur Selbstverwirklichung. Heute will jeder und jede ein «souveränes Individuum» (Nietzsche) sein, obgleich Adorno noch den meisten Menschen verbieten wollte, «ich» zu sich selbst zu sagen. Schliesslich wird Bildung zu etwas Distinktivem, denn Bildung differenziert und entzweit in die «haves» und «have-nots» von Wissen, Geschmack und Kultur. Neben der materiellen Dimension von Geld und Vermögen wird die Sozialstruktur einer Gesellschaft auch unterteilt durch die kulturelle Dimension von «Bildungsreichen» und «Bildungsarmen». Bildungs- und Qualifikationsunterschiede tragen dazu bei, soziale Ungleichheiten zwischen Klassen und Schichten herzustellen. Gut ausgebildete Menschen gelten als «Leistungsträger», ungebildete Menschen als «Problemfälle» und «Kostgänger» des Sozialstaates. Die einen werden als Schatz, die anderen nur als eine Last für die jeweilige Gesellschaft angesehen. Bildung ist daher – neben ihrer egalitären Eigenschaft als Grundgut und als Recht für alle («Bildung ist Bürgerrecht», so Ralf Dahrendorf in den sechziger Jahren) – ein Ungleichheitsgenerator, gilt ein starkes Bildungsgefälle in der Bevölkerung doch als wichtigster Mechanismus der Exklusion.

Modell Damen LMT Sandalen Silber Silber WENCE UNISA Sandalen Farbe Damen Marke Silber Diese Passepartout-Eigenschaften selbst sind es, die Bildung angeblich zum Allheilmittel machen. Die Kehrseite dieses Wunders: die stets steigende Zertifizierungsrate sollte man nicht mit tatsächlich gebildeten Menschen verwechseln. Aus Adornos «Halbbildung» ist längst eine Viertel- oder Achtelbildung geworden. Optimisten nennen das «Bildungsfortschritt» und verhelfen so dem «Bildungswunder» zu weiterer Nahrung. Das mirakulöse Resultat dieser wundersamen Vermehrung: akademisierte, aber ungebildete Menschen.

Farbe LMT Modell WENCE Silber Damen UNISA Marke Sandalen Silber Silber Sandalen Damen Prof. Dr. Hans-Peter Müller lehrt Soziologie am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin.

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